Cantilena MK III

Test stereo 1/2005
Anspringed lebendig, kristallklar und detaillreich, dabei mit Seele und verve, die einen sofort für diesen Dreher einnehmen.
Der Lua setzt über die ganze Frequenzbandbreite Urgewalten frei, ohne es an charmantem Röhrenzauber etwa in der Stimmenwiedergabe oder bei Streichern mangeln zu lassen. Swing und timing des Dynamikers sind geradezu beispielhaft, die Strahlkraft mitunter sogar so ausgeprägt, das sich die Verwendung effekthascherischer Kabel verbietet.
Kein Zweifel, dieser Zuspieler ist pures Dynamit. ein feingeistiger Puncher, ein Boxer, der noten lesen, Gedichte schreiben und Klangfarben malen kann. Ein kleiner Tausendsassa also. Und er reiht sich- allenfalls einen Hauch grober- knapp unterhalb seines zu Recht legendären Bruders ein.
Fettes Kompliment!
Cantilena Mk.II neu: Von der Weiterentwicklung des Appassionato hat auch der kleine Bruder profitiert. Neues Netzteil mit besserer Regelung und Schnittbandkerntransformatoren, neues Servo-board, modifzierte Ausgangsstufe und vieles andere mehr.
Jetzt noch deutlich besser.

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